Ein Morgen im Übergang.

Sie läuft durchs Dorf.
Die fünfjährige an der Hand summt vor sich hin, springt, hält inne.
Nebel. Sonnenstrahlen.

Eine feine, leise Kraft durchzieht die Atmosphäre.
Ein Zwischenraum – zwischen dem, was ist,
und dem, was wahrhaftig sein kann.

Wie ein Tor. Ein Übergang.

Das Mädchen fragt plötzlich:
„Ist dieser Mann tot? Oder schläft er den ganzen Tag?“

Antwort:
„Er ist nicht tot. Sein betagter Körper ist noch hier.
Er lebt in einem Übergang – zwischen Hier und Diesseits.“

Sie überlegt.
„Dann schläft er nicht den ganzen Tag?“

„Nein.
Er bewegt sich, wenn seine aufrichtige Motivation ihn ruft.
Sonst lebt er gerne in der Stille.
Tod ist, wenn der Körper nicht mehr aufwacht.
Aber er – lebt weiter.“

Die Stimmung – still, tief.

Ein Annehmen dessen, was ist.

Und dessen, was sein kann –
und doch ewig währt.

Ein weiser, echter, stiller Morgen.

Hab es fein mit dir.
Es ist viel in Illusionen eingebettet.
Nimm den November in die Tiefe deines Herzens.
Und deines Weges.

Love Bettina